Programm

DIE SONNE 09.00 bis 17.00 Uhr

Die Sonne, unser nächster Stern, ist die Hauptquelle für das Leben auf der Erde. Ihre Nähe zu uns macht sie zu etwas ganz Besonderem. Sie erlaubt es uns, die dynamischen Phänomene auf der Sonnenoberfläche und in der Sonnenatmosphäre zu beobachten und zu erforschen.

Gespeist von dunklen Gebieten in der Sonnenatmosphäre, sogenannten koronalen Löchern, formt der Sonnenwind – ein stetiger Strom geladener Teilchen – unsere Heliosphäre. Sie kennzeichnet den interplanetaren Raum, in den unser Sonnensystem eingebettet ist und der sich bis weit über die Umlaufbahnen der äußeren Planeten hinaus erstreckt. Mit Hilfe automatisierter Messverfahren analysieren wir den Sonnenwind und treffen Vorhersagen bezüglich des Zeitpunktes seines Eintreffens und seiner Eigenschaften in Erdnähe.

Der kontinuierliche Fluss des Sonnenwindes wird zeitweilig durch riesige Ausstöße von magnetischen Plasmawolken unterbrochen, sogenannten koronalen Massenauswürfen. Koronale Massenauswürfe bewegen sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Millionen km pro Stunde und können Störungen des erdnahen Weltraums verursachen. Basierend auf Beobachtungen unterschiedlicher Satellitenmissionen der ESA und NASA entwickeln wir Modelle zur Berechnung der dreidimensionalen Struktur der koronalen Massenauswürfe und ihrer Ausbreitung im interplanetaren Raum.

In Verbindung mit koronalen Massenauswürfen treten auch häufig sogenannte Flares, in Form von plötzlich erhöhter, hoch-energetischer Strahlung auf. Verursacht werden Flares durch Umstrukturierungen des Magnetfeldes in der Sonnenatmosphäre. Dadurch werden Teilchen fast bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und das Sonnenplasma auf bis zu 30 Millionen Grad aufgeheizt. Die genaue Entwicklung solcher Sonnenstürme erforschen wir mit Hilfe von Daten von Weltraumsatelliten sowie von bodengebundenen Beobachtungsstationen, wie das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz. Zugleich treffen wir, basierend auf Modellrechnungen des Magnetfeldes in der Sonnenatmosphäre, Aussagen über die magnetische Ursache der Sonneneruptionen.

Beobachte mit dem Institut für Astrophysik Sonnenflecken und Protuberanzen durch ein Fernrohr.


FERNE WELTEN – VON KOMETEN UND EXOPLANETEN 09.00 bis 17.00 Uhr

Im November 2014 schrieb eine kleine Landesonde namens Rosetta/Philae Weltraumgeschichte, als sie erstmals auf einem Kometen landete. Im Jahr 2017 wird das Weltraumteleskop CHEOPS gestartet, um dreieinhalb Jahre lang etwa 500 helle Sterne zu beobachten und ihre Planeten zu charakterisieren. Gemeinsam mit dem Grazer Institut für Weltraumforschung taucht man in diese fernen Welten ein und erfährt u.a. wie Kometen zu ihrem Schweif kommen, ob Kometen das Wasser auf die Erde gebracht haben und ob es unter den zahlreichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – den so genannten Exoplaneten – vielleicht auch eine zweiteErde gibt.

Bestaune ein 1:1-Modell der Landesonde Philae, bastle Papiermodelle von Rosetta und CHEOPS oder versuche auch am PC, selbst auf einem Kometen zu landen.


DIE MAGNETOSPHÄRE – SCHUTZSCHILD VON ERDE & CO.09.00 bis 17 Uhr

Magnetfeldmessgeräte, die am Institut für Weltraumforschung gebaut werden, erforschen seit Jahrzehnten die Umgebung von Erde & Co. Was ist ein Magnetfeld? Wie kann man Magnetfelder messen? Wie schützt die Magnetosphäre unsere Erde vor der Sonne? Hat jeder Planet ein Magnetfeld? All diese Fragen werden hier beantwortet und man erfährt auch, was ein Messgerät weltraumtauglich macht.

Es gibt ein Weltraumgerät zum Angreifen und man kann nach Herzenslust zum Thema Magnetismus spielen und experimentieren.


SCHWERKRAFT 09.00 bis 17.00 Uhr

Die Schwerkraft ist auf allen Planeten unterschiedlich bzw. manchmal gar nicht vorhanden.

Fühle dich beim Bungee-Trampolin ebenfalls schwerelos oder erlebe deine sich drehende Lage wie AstronautInnen im Aero-Trim.


RAKETEN 09.00 bis 17.00 Uhr

1990 wurde der Bereich Aerospace als Teil der damaligen Steyr Daimler Puch Fahrzeugtechnik AG & Co KG gegründet. Die Aerospace begann damals erste Rohrleitungen für flüssigen Sauerstoff und Wasserstoff die neue europäische Trägerrakete Ariane 5 zu entwickeln. Seit damals wurde die Ariane 5 in mehreren Etappen erweiterst und verbessert. Sie zählt heute zu den leistungsstärksten und modernsten Trägerraketen. Die Magna Steyr ist einer der wichtigsten Entwickler und Hersteller von Rohrleitungen an der Ariane 5.

Aber die Zukunft hat bereits begonnen:
Bereits heute werden bei Magna Steyr im Bereich Aerospace Rohrleitungen für die Ariane 6 (geplanter Erstflug 2021) sowie für zukünftige Raumtransportsysteme aus neuartigen Materialien entwickelt.
Das in der Raumfahrt gewonnen Know-how unterstützt die Magna Fuel Systems bei der Entwicklung von alternativen Kraftstoffsystemen für Fahrzeuge (Wasserstoff, Erdgas).

Welches sind die wichtigsten Komponenten von Fluggeräten? Baue mit uns Flugmodelle und starte eine Rakete!
Das Team der FH JOANNEUM hilft beim Bau von Gleitern und startet gemeinsam mit Euch eine Wasserstrahlrakete.


WELTRAUMGESCHICHTEN – BÜCHERTISCH 09.00 bis 17.00 Uhr

Natürlich wird es für Schmökerfans auch einen Büchertisch mit jeder Menge Literatur rund um das Thema Weltraum geben. Egal ob fantasievolle Geschichten vom „Sternschnuppe(r)n“, spannende Abenteuer im All oder fesselnde Wissensbücher über Astronomie – hier ist für alle etwas dabei!

Wer möchte sich in gemütlichen Liegestühlen ins Weltall lesen?


WIE VIEL WIEGE ICH IM WELTALL? 09.00 bis 17.00 Uhr

Stelle dich auf die Waagen des Österreichischen Weltraum-Forums und entdecke, wie viel du auf den verschiedenen Planeten wiegen würdest! Und möchtest du wissen, wie das Weltall riecht? Auch da kann dir das Österreichische Weltraum-Forum weiterhelfen.


WIE KOCHT MAN EINEN KOMETEN? 13.00 Uhr

Was ist ein Komet? Woraus besteht er?
Bei einem außergewöhnlichen Kochkurs gibt das Institut für Weltraumforschung Antworten auf all diese Fragen.


VERPFLEGUNG

Über die Mittagszeit können sich BesucherInnen kostenlos mit einer Sternchensuppe oder einer Planetensuppe stärken.